Die vier Waden

… Lebe, liebe, lache!

28. Juli 2011
von Moritz
3 Kommentare

Noah lächelt

Ausgerechnet an seinem 7-wöchigen Geburtstag haben wir Noah endlich mal so richtig beim Lächeln erwischt… mit der Kamera. Den Beweis gibt’s hier. 🙂

27. Juli 2011
von Moritz
1 Kommentar

Die Britax-Römer-Aufgabe im Juli: Der City-Check

Hui, der Juli ist schon fast vorbei. Höchste Eisenbahn, sich der Aufgabe schnell anzunehmen. Als Markenbotschafter für Britax-Römer haben wir jeden Monat eine Aufgabe zu meistern. Für Juli lautetet diese:

Jetzt wollen wir in diesem Monat von Euch Markenbotschaftern wissen, wie kinder(wagen)freundlich eigentlich Eure Stadt ist? Ihr habt jetzt die Möglichkeit, den Lesern Eurer Blogs Eure Stadt vorzustellen und auf Missstände, aber auch auf kinderfreundliche Projekte oder ähnliches hinzuweisen.

Also, ran an die Tasten. 🙂

Berlin ist riesengroß, es gibt tausende von Dingen, die man machen kann, die entweder kinderfreundlich sind oder nicht. Viel zu viel, um über alles zu schreiben. Noah ist außerdem gerade mal knapp sieben Wochen alt, über viele Dinge — Zoos, Museen, Straßenfeste, etc. — können wir also noch gar nichts schreiben. Da wird sicher im Laufe der nächsten Monate und Jahre noch einiges hier im Blog zu lesen sein. Sei’s drum, auch so gibt es eine Menge, die man gut finden kann oder über die man meckern kann. 🙂

Parks

Berlin mag zwar eine große Stadt voller Beton sein, es gibt aber zum Glück relativ viele und vor allem sehr große Parks. Wir wohnen fünf Kinderwagen-Minuten entfernt vom Volkspark Friedrichshain, einem der größten — und unserer Meinung nach schönsten — Berliner Parks überhaupt.

Es gibt zwei „Berge“ (aus Schutt, der nach dem zweiten Weltkrieg zusammengekehrt wurde), man kann also sogar ein paar Höhenmeter in einen Parkspaziergang einbauen — im flachen Berliner-Land schon was besonderes. 😉 Man kann innerhalb des Parks locker eine 5km-Joggingrunde unterbringen, ohne Wege doppelt zu laufen, er ist also wirklich groß.

In diesem Volkspark sind, wie in vielen anderen Parks, die Wege schön asphaltiert. Das ist gerade dann sehr angenehm, wenn man mit dem ungefederten Britax-Römer B-Smart unterwegs ist. So schafft man auch mal eine längere Runde im Park, ohne das Kind aus dem Schlaf zu rütteln. Es gibt natürlich hier und da gepflasterte Passagen, die muss man dann eben im absoluten Schnecken-Tempo überwinden.

Spielplätze

In den Parks gibt es auch jede Menge Spielplätze. Im Friedrichshainer Volkspark fallen mir auf die Schnelle fünf große Spielplätze ein und da hab ich sicher noch welche vergessen. Alle Spielplätze sind toll gemacht, bieten viele Spielmöglichkeiten, teilweise sogar mit Wasser-Plantsch-Schlamm-Bereichen.

Aber auch außerhalb der Parks hat man eigentlich immer einen Spielplatz in Laufweite, zumindest in den „Babyboom-Stadtteilen“ wie zum Beispiel Prenzlberg oder eben Friedrichshain. Viele der Spielplätze sind auch innerhalb der letzten Jahre angelegt oder grunderneuert worden und sind dementsprechend modern und ansprechend aufgebaut.

Eine angenehme Berliner-„Eigenheit“ (keine Ahnung, wie es da in anderen Städten aussieht) ist, dass neu gebaute — und teilweise auch ältere — Wohnblöcke oft einen Spielplatz im Innenhof haben. Wir haben zum Beispiel einen Spielplatz direkt vorm Fenster in Richtung Innenhof, klein aber fein. Noch kann Noah mit Spielplätzen nichts anfangen, aber wir freuen uns schon aufs Krabbelalter, wenn wir dann mit ihm durch den Sand robben und ganz nebenbei noch jede Menge Mit-Eltern aus unserer Wohnanlage kennen lernen werden.

Bürgersteige

Das leidige Thema: Berlin und Bürgersteige. Positiv kann man vermelden, Bürgersteige sind hier oft viel, viel breiter als in anderen Städten. Entsprechend hat man eigentlich nie Probleme mit zugestellten Bürgersteigen, Einfahrten, etc.

Aber: Mögen die Bürgersteige auch breit sein, ihr Zustand ist oft miserabel — zumindest im Osten der Stadt. Darüber hatten wir auch zuvor schon geschrieben. Schiefe Betonplatten reihen sich an altes Kopfsteinpflaster, unterbrochen von Bodenplatten aller Arten und Zustände. Das ist vor allem deswegen so ärgerlich, weil wir mit dem ungefederten B-Smart unterwegs sind und Noah schon des Öfteren wachgeschüttelt wurde und dann so schnell nicht mehr zu beruhigen war.

Kitas

Zum Thema Kitas lässt sich bisher vor allem sagen: Wir haben noch keine.

Wir stehen bei zig Kitas auf Wartelisten und es stehen noch weitere Besichtigungstermine im Spätsommer und Herbst an. Ob wir einen Platz haben, werden wir allerdings frühestens im Januar erfahren. Und das, obwohl wir schon seit Januar diesen Jahres dabei sind, uns um einen Platz für August 2012 (!) zu kümmern.

Positiv kann man (für Friedrichshain) berichten: Es gibt viele Kitas. Negativ dabei ist: Es gibt eben auch viele Bewerber. 😉

Da würde man sich doch wünschen, dass es irgendein sinnvolleres Prinzip gibt, als sich überall auf Wartelisten schreiben zu lassen… und dann am Ende natürlich doch nur einen Platz nehmen zu können (hoffentlich!), wodurch hunderte andere Eltern einen Platz aufrutschen. Ein wirklich chaotisches „System“.

Supermärkte

Die Supermarkt-Frage haben wir im Shopping-Test-Artikel vom Juni schon beantwortet. Die Gänge sind meistens breit genug und selbst schmale Gänge sind mit dem B-Smart zum Glück kein Problem.

Drogerien

Drogerien sind sogar noch besser auf Babys und kleine Kinder eingestellt als Supermärkte. Es gibt oft Wickeltische mit Pflege-Utensilien und manchmal sogar spezielle Einkaufswagen, auf die man den Baby-Autositz stellen kann.

Wickeln

Wenn man unterwegs ist, kann Wickeln so eine Sache sein. Oft — zum Beispiel in Einkaufscentern (und von denen gibt es in Berlin genug ;)) — gibt es Wickelräume. Leider sind die gerade in älteren Gebäuden fast immer im Frauenklo untergebracht. Egal, dann muss eben auch Papa da mal rein. In modernen Gebäuden ist das normalerweise eleganter geregelt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Noch waren wir mit Noah zwar gar nicht per öffentlichem Nahverkehr unterwegs, aber als längjähriger Quer-Durch-die-Stadt-Pendler weiß man trotzdem schon ganz gut, was einen da erwartet.

S-Bahnen und U-Bahnen bieten normalerweise genug Platz, um problemlos mit dem Kinderwagen unterzukommen. Eine Ausnahme bildet die Rush-Hour. Dann geht oft gar nichts mehr, selbst ohne Kinderwagen muss man manchmal auf den nächsten Zug warten. Normalerweise versuchen Passagiere aber sofort, für einen Kinderwagen genug Platz zu machen. Trotzdem: Eine Fahrt quer durch die Stadt kann sicher anstrengend werden. Es gibt auch immer noch hier und da Bahnhöfe, die nicht behindertengerecht sind, wo man also auch mit Kinderwagen zum Beispiel Treppen überwinden müsste — vor allem dann, wenn man wieder ein Aufzug ausgefallen ist.

In Bussen und Trams ist weniger Platz für Kinderwagen, aber auch das ist in den meisten Fällen machbar. Alte Trams sind leider so hoch, dass man dort ohne helfende Hand nicht einfach rein kommt. Die neueren Tram-Modelle haben allerdings einen ebenerdigen Einstieg. Kommt gerade so eine, hat man Glück mit seinem Kinderwagen.

Fazit

Bis jetzt ist uns (bis auf die Bürgersteige) in Berlin wenig untergekommen, das man als absolut kinder(wagen)unfreundlich bezeichnen könnte. Das kann man von einer Stadt wie Berlin allerdings auch erwarten. Bei deutlich über drei Millionen Einwohnern sind natürlich auch genug kleine Erdenbürger dabei, und auch die wollen bespaßt werden. 🙂