Die vier Waden

… Lebe, liebe, lache!

31. Mai 2012
von Steffi
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Geburtskarten drucken oder selbst basteln?

Kurz vor Liams Geburt stellt sich wieder die Frage, wie denn die Geburtskarte aussehen soll. Bei Noah hatte ich genaue Vorstellungen und auch jetzt weiß ich wieder ganz genau, was ich will.

Noahs Karte wurde damals mit viel Liebe zum Detail von Kathleen und mir am Rechner erstellt und von einer Firma gedruckt.

Diesmal möchte ich die Karten aber selbst basteln. Jede Karte wird also liebevoll von Hand gefertigt und ist somit ein Einzelstück. Ich darf aber nicht dran denken, wieviele Karten es am Ende sein werden. 😉
Auf der Suche nach dem geeignetem Papier bin ich ja fast verzweifelt. Es gibt so viele Bastelshops, aber irgendwie hat es nie gepasst. Falsche Kartondicke, unpassende Farbe, Papier nicht in DIN A4 oder der Preis war einfach zu hoch. Immer gab es irgendwas, das nicht passte.
Plötzlich kam mir eine Idee, denn durch meinen Job weiß ich, dass es Druckerkarton gibt, der für Karten wunderbar geeignet ist. Da ich kein Gewerbe betreibe, konnte ich natürlich nicht bei office discount und Co. einkaufen. Ich musste aber nicht lange suchen und bin dann bei Amazon fündig geworden. Dort habe ich dann mein Wunschkartenpapier gefunden und muss sagen, dass dieses Papier zum basteln sehr gut geeignet ist und auch viel preiswerter ist, als so ein Bastelbogen, der zwar 6 verschiedene Farben bietet, aber nur 2-3 Blätter pro Farbe beinhaltet.

Heute werde ich dann noch die passende Kartendeko bestellen und dann kann es los gehen. Natürlich wird noch nichts verraten. 😉

 

27. Mai 2012
von Steffi
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1 Jahr danach

Nun wird unser kleiner Schatz Noah am 09.06.2012 schon 1 Jahr alt und wir sind einfach nur sehr glücklich und stolz, wie prächtig sich unser kleiner Rabauke entwickelt hat.

Automatisch denkt man auch an die Geburt zurück, die in mir nicht nur schöne Gefühle hervor ruft. Daher habe ich schon damals, kurz nach der Geburt, beschlossen meine Gedanken und Gefühle mit einem Jahr Abstand zum Geburtsverlauf nieder zu schreiben.

Um euch und mich nicht mit einem extrem langen Text zu überfordern, gibt es deswegen von heute bis zu Noahs erstem Geburtstag immer wieder neue Teile meines Geburtsrückblicks.

Diese Teile gibt es bisher zu lesen:

27. Mai 2012
von Steffi
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1 Jahr danach – Teil 1

Nun ist die Geburt von Noah schon fast ein Jahr her und ich kann mit ein bissel Abstand auf sie zurückschauen. Leider ist damals nicht alles so gelaufen, wie man es sich gewünscht hätte und deswegen möchte ich jetzt nach einem Jahr nochmal zurückschauen und die Geburt von Noah aus meiner Sicht erzählen. Einen kleinen Einblick gab es damals ja schon vom Papa. 😉

In der Schwangerschaft bekommt man ja so einiges zu hören, zu lesen oder erzählt. Man erfährt von schönen, leichten, schrecklichen oder schweren Geburten. Egal was ich zu diesem Thema gehört oder gelesen hatte, es hatte mich nie irgendwie beeinflusst. Ich war ohne Vorurteile oder Ängste in die Geburt gegangen. Warum sollte ich mich auch verrückt machen, wenn ich doch gar nicht weiß, wie es wird, wie die Wehen sich anfühlen oder wie lang die Geburt des eigenen Kindes dauern wird.
Tja, jetzt denke ich ein bissel anders darüber. Klingt fies, aber vielleicht sollte man vom Schlimmsten ausgehen und das Beste hoffen, um am Ende nicht enttäuscht zu sein oder um mit einem weniger schönen Geburtsverlauf besser umgehen zu können. Seitdem habe ich schon mit vielen Mamis gesprochen und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass es mehr problematische Geburten gibt, als man denkt.

Alles begann mit einem Blasensprung, ganz ordentlich und sauber auf der Toilette in meiner Frauenarztpraxis. Noah hatte seinen ET am 06.06.2011 und wenn er bis zum 08.06. noch nicht allein kommen wollte, dann sollte eingeleitet werden, da er mit 4000g auch ein schöner Brocken war. 😉
Einleiten fand er wohl doch irgendwie blöd und ließ eben am 08.06. meine Blase platzen. Der Nachmittag war eigentlich sehr schön und entspannt. Ich hatte meinen Mann und Noahs Patentante an meiner Seite, wir haben gespannt dem CTG gelauscht, waren gemeinsam aufgeregt, ein bissel an der frischen Luft und haben uns so gut es ging im Krankenhauszimmer eingerichtet. Am Abend gab es ein weiteres CTG und unregelmäßige, leichte Wehen.
Plötzliche meinte eine junge Hebamme zu uns, dass mein Mann mit Patentante nach Hause fahren soll, da es vor morgen Früh eh nicht los geht und noch kein Baby einfach so rausgefallen ist. Ich habe mal GAR NIX gegen junge Hebammen, da ich immer der Meinung bin, dass junges Personal im Beruf neuen Schwung und neue Ideen einbringen kann. Trotzdem war mir diese Hebamme nach der Aussage sehr unsympathisch. Für mich brach in diesem Moment meine kleine Welt zusammen. Warum sollte mein Mann nach Hause fahren? Für mich ging es doch jetzt los, auch wenn in diesem Moment noch keine großen Anzeichen einer Geburt zu sehen oder zu spüren waren. Ich erkannte mich selbst nicht wieder, denn eigentlich war ich doch immer eine starke Person die sich nicht so leicht unterkriegen lässt, aber da fühlte ich mich auf einmal klein und machtlos. Hätte ich gewusst, was in den nächsten Stunden noch auf mich zukommen würde, dann hätte ich es nicht zugelassen, dass meine Liebsten einfach so nach Hause fahren.
Nachdem Moritz weg war, ging ich völlig aufgelöst und verheult in mein Bett. Dort lag ich keine halbe Stunde, als im 10 Minuten-Abstand die Wehen kamen. Allein und total müde tigerte ich also von 23-24 Uhr auf der schwülwarmen Station rum. Ein leerer, dunkler Raum mit offenem Fenster und einem Sessel half mir bei kleinen Laufpausen, um ein bissel frische Luft zu schnappen oder mich auszuruhen. Da hat man schon so viel Fachpersonal um sich rum und trotzdem hatte ich mich noch nie so allein, unsicher und unverstanden gefühlt.

Fortsetzung folgt…