Die vier Waden

… Lebe, liebe, lache!

10. August 2013
von Moritz
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Der Blick zurück: Juli 2013 in Bildern

Der Juli war ein Monat voller Fortschritte.

Anfang des Monats war Liam ein Krabbelkind und konnte nach wie vor nur einschlafen, während er von Mama oder Papa getragen wurde. Dann kam wieder einmal eine meiner viertägigen Dienstreisen nach Karlsruhe. „Prima“, dachte sich Liam, „da mache ich einfach mal einen Sprung!“.

Nachdem wir ja nun schon jede Menge negative Erfahrungen mit diesen Papa-losen Tagen gemacht haben (Pseudokrupp im März und fies verlaufenes Dreitagefieber mit bis zu 40°C im November), lief es diesmal zum Glück fast reibungslos. Noah war zwar abends nicht zum Einschlafen zu bewegen (und verbrachte dann den gesamten Abend auf dem Sofa), aber verglichen mit den früheren Eskapaden war das für Steffi vergleichsweise stressfrei.

Liam hat die Umstellung im Tagesablauf genutzt und wollte prompt nicht mehr auf dem Arm einschlafen. Seitdem schläft Liam nur noch ein, wenn er im Bett liegt. Es muss allerdings jemand neben ihm am Bett Wache halten. Wenn er alleine gelassen wird, solange er noch wach ist, flippt er total aus. Zum Glück haben wir gerade im Juni erst Liams Zimmer umgeräumt, um eine gemütliche Matratze neben seinem Bett unterzubringen. Jetzt kommt es abends schon mal vor, dass man neben Liam liegt, seinen immer ruhiger werdenden Atemgeräuschen zuhört und selbst fast einschläft. 😉

Am Freitag, dem 12. Juli, ich war gerade wieder da, machte Liam abends unverhofft die ersten Schritte und watschelte zwischen uns hin und her. Danach ging es rasant voran, Liam wurde täglich sicherer und schneller. Schon eine gute Woche später, am 21., trug er die große Wäschewanne durch den Garten und sagte außerdem plötzlich „alle“, als seine Flasche leer war. Seitdem ist ständig etwas „alle“ und er will es wieder aufgefüllt haben. 🙂

Wenn es so weiter geht, wird Liam Noah in Sachen Wortschatz bald eingeholt haben. Noah macht nämlich leider immer noch keine Anstalten, richtig reden zu wollen. Ab und an kommt ein halbwegs verständliches Wort dazu, man muss ihn aber nach wie vor ein wenig triezen, damit er etwas sagt. Und immer noch ist es so, dass man den Eindruck hat, er könnte viel mehr sagen, wenn er wollte. Zum Beispiel kann er problemlos ein perfektes „Mama“ über die Lippen bringen, wenn es ihm mal rausrutscht. Es wirkt fast schon so, als wolle er uns ärgern, indem er die meiste Zeit beim „Baba“ bleibt, wenn er Mama ruft. Wir hoffen, dass es ein Ansporn für ihn wird, wenn er ab August bei der Tagesmutter ist und dort zum ersten Mal regelmäßig ein Kind um sich haben wird, das reden kann (wie ein Wasserfall ;)).

Leider waren wir im Juli auch wieder ein paar Mal ungeplant beim Kinderarzt. Noah hatte einen mysteriösen Hautausschlag, den die Ärztin für allergiebedingt hielt. So ganz hat eine Allergie aber doch nicht ins Bild gepasst, unter anderem weil der Ausschlag sich später noch weiter ausgebreitet hat (erst Leiste und Bauch, später auch Oberschenkel und Arme). Auch Liam hatte den Ausschlag, wenn auch in viel schwächerer Form. Es dauerte eine ganze Weile, bis der (zum Glück nicht juckende) Ausschlag wieder abklang (selbst jetzt sind noch Reste zu sehen). Eine Weile später fieberte Noah mit bis zu 40°C (wobei wir nicht wissen, ob das irgendwas mit dem Ausschlag zu tun hatte), ein paar Tage später war Liam dran (mit ebenfalls bis zu 40°C). Aber, wer Kinder hat, kennt das ja: Irgendwas ist eigentlich immer.

Ansonsten war Noah im Juli insgesamt recht ausgeglichen, hat fast immer gut geschlafen. Fazit: Angenehm. Wir freuen uns schon, wenn Liam nächstes Jahr auch soweit ist. Mit einem Kind, das einfach schon viel mehr versteht, viel selbstständiger ist und (meistens) ordentlich schläft kann man schon spüren, wie wieder etwas „Normalität“ in greifbare Nähe rückt. Für Noah könnte man zum Beispiel schon problemlos auf Babysittersuche gehen. Liam scheint uns noch nicht ganz so weit zu sein. Zumindest müsste es bei Liam jemand sein, der ihn (und den er) wirklich schon etwas besser kennt. Einerseits sind dafür die Abende und Nächte noch zu unruhig und andererseits hat er phasenweise immer mal wieder Anlaufschwierigkeiten mit Personen, die er nicht kennt. Es wird also noch etwas dauern, bis Steffi und ich abends mal wieder gemeinsam etwas auswärts unternehmen können.

Und weil meine Juli-Notizen vor allem zu Liam noch einige weitere Punkte hergeben, folgt eine Liste unsortierter Infos:

  • Im Juli spielte Liam am liebsten zusammen mit Noah mit der neuen Lego-Duplo-Eisenbahn. Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen war es, ein kleines Auto von der Brücke rollen zu lassen.
  • Schon Anfang des Monats, bevor er seinen Wortschatz um „alle“ erweiterte, fing er an Fragen mit „Jaja“ zu beantworten.
  • Außerdem machte sein Verständnis ganz generell einen großen Sprung und er konnte plötzlich kompliziertere Fragen verstehen, wie zum Beispiel: „Liam, kannst du bitte Noah den Laster geben?“
  • Ende Juli fing er dann an, „ei“ zu sagen, wenn er etwas anfassen wollte. Seitdem zeigt er auch beim Spazieren gehen aus dem Joolz heraus auf allerhand und sagt „ei“. Vor allem Autoanhänger haben es ihm angetan.
  • Im Juli gab es viele recht ruhige Abende und Nächte. Das änderte sich Ende des Monats, als Liam plötzlich wieder an mehreren Abenden hintereinander fast stündlich wach wurde (nach einem Sprint in sein Zimmer und einer Schnuller-Such-Einlage schlief er aber zum Glück fast immer direkt wieder weiter).
  • 9.7.2013 – Liam: Backenzahn oben rechts (ungefähres Datum)

Und jetzt viel Spaß mit den Fotos (von denen es in diesem Monat allerdings gar nicht besonders viele gibt)!